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Schadenersatz wegen poppiger Anstriche
Eine farbliche Gestaltung der Mieträume durch den Mieter, die die Grenzen des guten Geschmacks überschreitet und die Neuvermietung der Räume praktisch unmöglich macht, verpflichtet den Mieter zum Schadenersatz. Dies hat das KG Berlin in einem neuen Urteil entschieden. Führt der Mieter in den Mieträumen Malerarbeiten durch, muss er die farbliche Gestaltung der Räume so auswählen, dass sie für einen möglichst großen Mietinteressentenkreis akzeptabel ist, d. h. es sind helle und dezente Anstriche bzw. Tapeten zu verwenden (so bereits LG Hamburg, DWW 1999, 152). Akzeptabel sind nach einem Urteil des LG Aachen (WuM 1998, 596) die Farben weiß und grau. Nicht akzeptabel dagegen: Türkis, lila, rot, schwarz (LG Berlin, GE 1995, 249) sowie blau, rot, grün und gelb mit braunem Muster (KG Berlin, Urteil v. 09.06.2005, 8 U 211/04). |