Geschäftsberichte

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Das Zinsniveau für Sparguthaben und Darlehen auf Rekordtief, der Euro in der Dauerkrise – das ist der Treibstoff, der die Preise auf dem Immobilienmarkt nicht mehr nur in Ballungszentren, sondern mittlerweile auch in kleineren Städten in schwindelerregende Höhen treibt. Und ein baldiger Ausstieg aus der Nullzinspolitik und der Flutung der Märkte mit frischem Geld durch die Europäische Zentralbank (EZB) sind nicht in Sicht.

Der „Run“ auf Immobilien und keine Ende in Sicht? Begünstigt durch ein anhaltend niedriges Zinsniveau bei Immobiliendarlehen und das weitgehende Fehlen attraktiver Anlagealternativen, erreichte die Nachfrage nach Immobilien auch 2015 einen Höchststand. Eine Erfolgsgeschichte mit Schattenseiten. Die Nachfrage konzentrierte sich fast ausschließlich auf Immobilien zur Eigennutzung. Wohnungen zur dauerhaften, unbefristeten Vermietung werden kaum noch gebaut. Eine Fehlentwicklung mit Ansage: Schon bisher hatten Gesetzgebung und Rechtsprechung auf potenzielle Inves­toren eher abschreckende Wirkung. Doch der Gesetzgeber setzte noch eins drauf: Waren für die Vermieter im Mietrechtsreformgesetz zur Kompensation der Mietpreisbremse verbesserte steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten vorgesehen, warten sie auf diese noch heute. Die Mietpreisbremse hingegen wurde zügig in Kraft gesetzt. HAUS + GRUND MÜNCHEN hat sich deshalb entschlossen, gegen die Einführung der Mietpreisbremse in Bayern durch die Erhebung einer Popularklage vor dem Bayerischen Verfassungsgerichtshof gerichtlich vorzugehen.

Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) und das gleichzeitige Aufblähen der in den Wirtschaftskreislauf gepumpten Geldmenge führten im zurückliegenden Jahr zu einer scheinbaren Beruhigung der Euro-Krise. Dass dem Frieden nicht ganz zu trauen war, belegen die vor allem in den bundesdeutschen Ballungsräumen enorm gestiegenen Immobilienpreise. Diese und der Wertzuwachs bei Bestandsimmobilien haben jedoch eine Kehrseite: Für den Normalverdiener ist es jetzt noch schwerer, wenn nicht gar unmöglich geworden, allein aus eigener Kraft vom Mieter zum Wohnungseigentümer zu werden.

Riesige finanzielle Hilfsprogramme sowie politisch und rechtlich stark umstrittene Interventionen der Europäischen Zentralbank (EZB) vermochten es auch 2013 nicht, das Vertrauen der Bürger in anhaltende Geldwertstabilität zurückzugewinnen. Zu rigide ist die Niedrigzinspolitik der EZB und zu risikobehaftet die gleichzeitige Aufblähung der in den Wirtschaftskreislauf gepumpten Geldmenge, als dass sich die Bürger von sicheren Anlageformen wie Immobilieneigentum wieder abwenden würden. Dieses Misstrauen sorgte auch im vergangenen Jahr trotz Empfehlungen zum Aktienkauf in den Medien zu leergekauften Immobilienmärkten und massiv, teilweise irrational stark gestiegenen Preisen, die mancherorts das Entstehen einer Immobilienblase befürchten ließen.

Gigantische Euro-Rettungsschirme und nicht unumstrittene Interventionen der Europäischen Zentralbank haben 2012 vorübergehend zu einer Beruhigung der Euro- und Staatsschuldenkrise geführt. Dennoch setzte sich auch im vergangenen Jahr die Flucht privater Anleger in die Immobilie unverändert fort. Die starke Nachfrage bei geringem Angebot führte zu einem extrem starken Preisanstieg, der in den Medien bereits die Furcht vor einer „Immobilienblase“ wie 2008 in den USA laut werden ließ. Dieses wirtschaftliche Umfeld trug dazu bei, dass HAUS + GRUND MÜNCHEN über 2000 neue Mitglieder gewinnen und das erfolgreichste Jahr in seiner 133jährigen Geschichte verbuchen konnte.

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